Das erste Mal

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Lieblingsspielzeuge – Februar 2017

Ganz viele erste Male. Das erste Mal Schnee, das erste Mal Impfen, das erste Mal im Schwimmbad, das erste Mal im Kinderwagen ohne Geschrei (zumindest kurz), das erste Mal erkältet, das erste Mal gelacht, das erste Mal „durchgeschlafen“, das erste Mal ein Bilderbuch angeschaut, das erste Mal an einem Brokkoli gelutscht.

Natürlich ist das erste Jahr geprägt von vielen ersten Malen. Und jedes Mal ist es ein ganz spannendes neues und unbeschreiblich tolles und wundervolles „erstes Mal“. ❤ Okay, die Erkältung lassen wir mal außen vor, die war spannend aber nicht wundervoll 😛

Den ersten Schnee fand Matthea ehrlich nicht so spannend, für Mama wars aber schön zum Spazieren gehen. Matthea fand die Flocken in den Augen eher unschön. Aber es war spannend für sie zu schauen, weil plötzlich vieles anders aussah.

Das erste Mal impfen – habe ich mir schlimmer vorgestellt. Am 10. Januar waren wir zum vierten Baby-TÜV, die U4 stand an. Mit dem erreichen der magischen 5kg-Grenze stand damit für uns auch die erste Impfung auf dem Programm (6fach, Rota sind wir zu spät dran). Matthea fand die Spiegel in der Praxis total spannend, die Ärztin hat sie direkt angestrahlt. Baby-TÜV bestanden, die KiÄ hat sich gar nicht mehr eingekriegt vor Begeisterung (ob sie das wohl bei jedem Kind so macht?) – Matthea wäre motorisch super drauf, sie ist fröhlich und offen, Gewicht ist okay (5200g bei 57,5cm), nach dem Pieks hat sie kurz geheult und war ein paar Minuten später wieder fröhlich.. „super Kind“ steht im U-Heft O_o Stolzes Mami-Herz, echt! Wo ich mir doch immer so Sorgen mache weil Matthea dies oder das noch nicht kann, was so viele andere September-Mamis von ihren Kindern immer berichten.  Nachwirkungen hatten wir auch keine, Matthea war den Tag über etwas unleidlich, hat die Nacht über vermehrt getrunken, ansonsten ging es ihr schnell wieder gut. Das darf doch bitte mit den restlichen Impfungen so weiter gehen 🙂

Das erste Mal Schwimmbad. Wir waren mutig und sind noch vor dem Baby-Schwimmkurs mit Matthea ins Schwimmbad gefahren. Die Hebamme meinte ja sie sei eine Wasserratte, also warum nicht? Und was soll ich sagen – sie IST eine Wasserratte. Matthea hatte, wie auch ihre Eltern, sehr viel Spaß im Wasser. Zwischendurch gab es einen Snack von der Milchbar bei Mama, wir waren 3x je 10min im Wasser, haben mit dem Oball gespielt und es sehr genossen. 🙂 Mittlerweile ist Matthea zum Babyschwimmen angemeldet, welches am 3. März startet. Da freuen wir uns schon!

Da plötzlich überall zu lesen war das die Kinderwägen bzw. die Wannen für die Kids zu klein werden haben wir nach vorherigem quasi Nicht-Nutzen dann doch mal probiert… zum Rumstehen war der Emmaljunga nämlich eigentlich zu teuer (Neupreis immerhin stattliche 1200€).. naja.. zum Glück war Matthea an dem Tag einfach müde und hat bereits beim reinlegen geschlafen. Wir haben einen kurzen Gang zu Matthis auf den Friedhof gemacht, auf dem Rückweg fing das Gejammer schon an und als wir in unsere Straße einbogen hat sie schon geheult. Okay… kein Kinderwagen fürs erste. Mein Kind ist halt einfach den Tragling und das mögen wir ja alle drei, also warum muss es dann unbedingt der blöde Kinderwagen sein? Vielleicht, wenn sie schwerer ist und im Sommer auch alleine sitzen kann und dann rumgucken kann, vielleicht klappt es ja dann. Ansonsten.. naja ansonsten halt nicht 😛

Das erste Mal gelacht hat Matthea Ende Januar. So richtig herzig! ❤ Leider ist sie mit ihrem Lachen sehr sparsam. Man muss es schon richtig aus ihr heraus kitzeln. Aber dann geht einem schon das Herz auf 😀 So süß! Na, zumindest lächeln tut sie zu 90% des Tages, außer ihr passt etwas nicht oder – die erste Erkältung. Maaaan die Welt ging unter. Matthea störte gar nicht die Triefnase, der Husten war auch zu ertragen, aber beim Trinken keine Luft bekommen – DAS war blöd! Fast 2 Wochen haben wir damit verbracht ihr täglich mit dem Angel Vac den Rotz aus der Nase zu saugen. Geiles Teil übrigens, welches man auf den Staubsauger steckt 😉 Thymian-Mhyrte-Balsam gegen den Husten, Engelwurzbalsam für die Nase. Kochsalzlösung für die Nase damit sie wenigstens in Ruhe trinken kann. Immer wieder und stundenlang gestillt. Kind rumgeschleppt, gestreichelt, getröstet. Nach über einer Woche sind wir vorsichtshalber doch mal zum Kinderarzt um auszuschliessen, dass auf der Lunge oder den Bronchien was sitzt. Tat es nicht, die Sättigung lag bei 99, meine Laune dagegen bei 180 wären Matthea im Wartezimmer die gute Laune selbst war.
Also.. morgens rief mein Mann noch an wann es am besten wäre zu kommen. „so in einer Stunde“ hieß es. Als wir um 11 Uhr die Praxis betraten war das Wartezimmer voll. Wir sollten doch nochmal so 45min spazieren gehen. Okay ab zu Aldi, nochmal heim (ein Glück ist der Arzt keine 5min zu Fuß entfernt) und eine Stunde später waren wir wieder da. Die gleichen Gesichter im Wartezimmer, ein paar weniger die einen Termin hatten. Wir saßen kurz dort, dann schickte ich den Papa raus zu fragen wie lang es noch dauert, da Matthea um die Mittagszeit auch irgendwann mal was futtern möchte. Ja, mindestens 30min – woraufhin wir uns nochmal nach Hause verabschiedeten, denn in dem rappelvollen Wartezimmer hätte Matthea nix getrunken. Und die Gesellschaft dort war auch etwas… naja. Es kam eine 4-köpfige Familie als wir gerade gehen wollten, große Tochter ca 6-8, kleines Kind keine Ahnung welchen Geschlechts im MaxiCosi. Die Mutter scheucht die große Tochter rein und packt das Kleine aus dem Schneeanzug mit welchem es in die Schale gezwängt worden war. Reißverschluss auf, Arme raus, einen Arm gegriffen und einfach mal mit Schwung gezogen – das Kleine segelte auf ihren Schoß und schon halb Richtung Boden worauf die Mutter noch ein Bein griff. Der anwesende Vater guckte nur blöd und die Tochter, die gefragt hatte ob sie helfen soll, bekam ein „Halts Maul und spiel“ zu hören. Kind wurde dann auf dem Schoß platziert und bekam direkt eine Flasche in den Mund geschoben. Der Versuche diese wegzuschieben und auszuspucken ging daneben, die Mutter schimpfte und schüttelte etwas, Flasche wieder rein und Ruh. Ich war SO froh diesen Raum zu verlassen! Wie unmöglich manche Menschen mit ihren Kindern umgehen wo sie doch so wertvoll sind! ;__;
Gegen halb 2 waren wir nach dem „Mittagessen“ für Matthea wieder in der Praxis… um 14.15 dann endlich dran und um 14.35 Uhr endlich draussen. Eine Odyssee für „nur erkältet“, aber ich wollte einfach sicher gehen. Wir bekamen ein Rezept für Nasentropfen (mit Wirkstoff) und Bronchikum (mit Alkohol) – welches ich bis heute nicht eingelöst habe. Mittlerweile ist Matthea auch fast wieder gesund, sie niest nur ab und so mal aber ansonsten geht es ihr gut. Wir haben sie öfters ins dampfige Bad mitgenommen wenn einer von uns geduscht hat, sie hat – das erste Mal – auch mit mir geduscht und fand es voll toll (naja – Wasser 😉 ) und ich habe nachts mit einer Zwiebel am Bett geschlafen (es stinkt, aber es hilft). Da auch Mann und ich krank waren sind die Nächte nicht ganz so toll gewesen, aber nun ist es hoffentlich überstanden.

Matthea hat durchgeschlafen! Also – was man bei Babys unter durchschlafen versteht. Mein Kind fällt nicht um 20 Uhr ins Milchkoma und wacht erst um 8 Uhr in der Früh wieder auf und ich schätze das wirds bei uns auch nicht geben. Dabei stellt sich aber auch immer die Frage, wie genau man „Durchschlafen“ denn eigentlich definiert. Normalerweise spricht man von Durchschlafen dann, wenn das Baby zum ersten Mal eine Nachtmahlzeit ausfallen lässt. Sprich, wenn es ansonsten beispielsweise alle 3 Stunden Hunger hat, in der Nacht aber erst nach 6 Stunden.
Vor der Erkältung hatten wir tatsächlich mehrere Nächte, wo wir um 23 Uhr ins Bett gingen und Matthea schlief.. bis morgens um halb 6. Dann gab es eine Mahlzeit und dann schlief sie weiter bis um 9. Ein Traum! Während der Erkältung hat sie wie üblich wieder alle 2-3h gestillt, aktuell kommt sie nachts gerade noch 2-3x. Sie schläft nicht durch, aber so 3h am Stück sind schon toll. Und – purer Still-Luxus – ich wache ja auch nicht richtig auf wenn sie nachts andockt, ich schiebe ihr im Halbschlaf die Brust Richtung Mund, höre wie sie anfängt zu schlucken wenn die Milch kommt und schlafe dann meist sofort weiter. Da kann ich mich echt nicht beklagen 🙂

914b3c498d33b6fb9617d53b15d11849Mittlerweile geben wir ihr hin und wieder mal was zum Essen auf die Hand. Bei vielen ist mit Beginn des 5. Monats plötzlich der Beikost-Wahn ausgebrochen. Ständig werde ich gefragt „wie, du gibts noch keinen Brei, wir haben die Mittagsmahlzeit sogar schon ersetzt!“ – ich halte mich aber lieber an Beikostreifezeichen (die Matthea nicht erfüllt und die viele Beikost-Mamis tw. nicht mal kennen *ups* ), die Empfehlung der WHO mindestens 6 Monate zu stillen und biete nach und nach ein bißchen was an. Wir machen da BLW nach Gefühl, immer mal was anbieten von dem was wir auch essen (das darf auch Brei sein wenn wir es püriert essen wie Apfelmus oder Kartoffelbrei, ansonsten bekommt Matthea gedünstetes Gemüse oder Obst auf die Hand wenn sie Interesse zeigt), und mein Gefühl sagt mir das Matthea da noch nicht so weit ist und überfordern oder zwingen möchte ich sie nicht. Sie mag Äpfel und lutscht da gerne dran, Brokkoli war auch super und ihr „erstes Mal“ was anderes als MuMi. Aber ansonsten ist sie weder interessiert noch mag sie es besonders. Da müssen wir uns wohl in Geduld üben, aber irgendwann wird das schon. Zum Thema „Stillen und Beikost“ fand ich übrigens den Beitrag von Nestling recht interessant. Bei Flaschenkindern ist das natürlich was anderes und das weiß ich auch, ich kritisiere auch nicht das Verhalten von anderen Mamis. Ich versuche lediglich das zu tun, was gefühlsmäßig am besten zu uns passt. 🙂 Die Breischnutzen auf Instagram und Co sind schon niedlich, aber alles zu seiner Zeit.

Aktuell hoch im Kurs sind auch die ersten Bilderbücher… auf Mamas Schoß wird dann genau geschaut. Da ist es auch egal ob es Pappbücher sind wie die „Babys erste Bilder“ oder ein Stoffbuch von z.B. Wilbur, das knistert.
Überhaupt bin ich froh, das sich mein kleines Klammeräffchen nun morgens auch mal gut eine Stunde unter ihrem Spielebogen beschäftigen kann (okay, Mama muss daneben sitzen aber immerhin klebt sie nicht an oder auf mir 😛 ). Auch im Stokke Newborn mit am Tisch sitzen klappt mittlerweile sehr gut, so dass wir tatsächlich essen können ohne das die Maus bei einem von uns auf dem Schoß hockt. Ich kann sie dort auch reinsetzen und kochen oder nähen, oder mal kurz am PC sitzen. Solange ich etwas tue was augenscheinlich interessant ist. 🙂

Und so sind wir gespannt auf weitere erste Male – der erste Urlaub, zum Beispiel. Das erste Mal rumdrehen oder auch das erste Mal sitzen. Wir sind gespannt 😀

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2 Gedanken zu „Das erste Mal

  1. Oh ja, Wutanfälle können echt nervenaufreibend sein…
    Ich habe diesen Beitrag gerne gelesen und finde es echt toll wie du versuchst
    dem natürlichen sehr nah zu sein. Tragen, Stillen, mit im Bett schlafen lassen usw, gibt ja genug Mamas die sich da Märchen erzählen lassen. Auch das du mit dem Brei oder BWL noch warten möchtest, finde ich klasse! Meine haben auch als Flaschenkindern erst um den 1. Geburtstag herum so richtig das Interesse an Brei und BWL entwickelt und haben keinen Schaden davon getragen. 😉 Man kann das ganze also wirklich völlig entspannt angehen. Nur eine Sache finde ich sehr schade bei deiner Vorliebe zum natürlichen, die ich sonst mit dir teile. Das du das impfen befürwortest.. Eigentlich sollte einem klar sein das auch dass unnatürlich ist und auch da nur von Ärzten und der Pharma mit den Ängsten der Eltern gespielt wird..

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