Erster Sommerurlaub mit Matthea

Was hatte ich mich 2015 gefreut – 2016 endlich mit dem eigenen Kind an die Ostsee und den erträumten Sommerurlaub als Familie – „Papa, Mama und Kind“ (Familie ist und hat man ja auch schon vorher und jeder definiert es für sich, deshalb schreibe ich das nochmal gesondert). Und dann platzte im Oktober 2015 plötzlich der Traum und alles zerfiel in tausende Scherben..

20170618_172535Aber nun, 2017 – Urlaub! Zwei Schwangerschaften habe ich dort an der See verlebt, beide Male eine tolle Zeit. Die Jahre zuvor habe ich immer ein bißchen neidisch die glücklichen jungen Eltern mit ihren Babys betrachtet und mir so sehr gewünscht, dass wir das eines Tages auch genießen dürfen. Letztes Jahr war es zwar schwierig, aber ich war ja wieder schwanger – und bin ja auch der Typ der immer positives aus Situationen zieht, also: Nächstes Jahr bin ich auch mit Kind hier! Das war mein Mantra 2016 am Strand, wenn ich all die süßen Babys und Kleinkinder sah und daran denken musste, dass wir eigentlich mit unserem Matthis da wären. Und tatsächlich – dieses Jahr haben wir im Juni unsere Koffer gepackt und uns auf die Reise gen Norden begeben – nach Kellenhusen, an die Ostsee. Dieses Jahr hatten wir auch unser Mädchen an Bord.

Für den 15. Juni stand im Kalender ganz fett URLAUB. Endlich! Die Tage vorher war ich beschäftigt: putzen, Wohnung aufräumen, Wäsche waschen… ich hatte eine lange Liste, denn diesmal wollte ich ohne Stress in den Urlaub fahren und rechtzeitig mit allem fertig sein. Öhm.. nee. Denn der Papa hatte zwar Elternzeit, war aber in etwa so hilfreich wie… keine Ahnung… eine Ente in der Pizzaria? Ich hab also gestillt, was erledigt, gestillt, was erledigt usw. Meine Eltern kamen noch zum Kaffee, diverse Termine lagen noch in der Woche kurz vorher, gearbeitet habe ich auch noch. Am Tag vorher stand ich dann spät abends noch im Schlafzimmer und war den Rest am Packen, die Uhr tickte.. naja. Da die Langstrecke immer ich fahre wollte ich nicht zu spät ins Bett und stand noch nassgeschwitzt im Schlafzimmer. Tatsächlich habe ich irgendwann alle saubere Kinderwäsche in eine Reisetasche geschmissen (ihr werdet es erraten – natürlich hatte ich viel zuviel für Matthea dabei ^^* ) und alles irgendwie geschnappt und … ehm… wie war das noch.. „ohne Stress in den Urlaub“… es hat mal wieder nicht geklappt.

Geplante Abfahrt war um 4 Uhr, spätestens. Da in Schleswig-Holstein der Donnerstag kein Feiertag war wollte ich früh genug an Hamburg vorbei sein um nicht im Stau zu stehen. 5.15 Uhr sind wir Richtung Matthis aufgebrochen (wir verabschieden uns jedes Mal bevor wir wegfahren noch von ihm). Und dann noch die Sorge um die Katze Hopi… wir waren am Tag vor der Abreise noch beim Tierarzt gewesen und das hat sie uns krumm genommen und wollte erst gar nicht ins Haus. Kurz vor 8 Uhr dann die erste Pause, wickeln (findet ihr es auch so praktisch das die Wickelräume fast immer die Behindertentoiletten sind und man so gleich noch schnell auf Klo gehen kann) und stillen, Frühstücken. Noch ist die Laune gut, bis kurz vor Hamburg – natürlich Stau am Maschener Keuz… Matthea verschläft zum Glück die meiste Zeit und nach der staureichen Strecke gabs nochmal eine Stillpause. Leider sind wir dann erst um halb 1 mittags angekommen, wo ich schon um 10 Uhr da sein wollte. Naja, man kann nicht alles haben. Praktischerweise konnten wir aber gleich unsere Ferienwohnung beziehen… die passenderweise „Grummel“ hieß 😉 Na anfänglicher Anspannung wars aber nun so weit, der gemütliche Teil des Urlaubs konnte beginnen. Nach Auspacken und einem Bummel über die Promenade sind wir abends nochmal zum Strand und haben Matthea Sand und Meer gezeigt. Wir hatten zwar erwartet, dass sie weint, aber nix. Sie fand es interessant und spannend und war überhaupt super drauf!

Tatsächlich hat Matthea generell fast immer gute Laune. Nachdem ich einige negative Erfahrungsberichte von ersten Urlauben mit Baby gelesen hatte bekam ich ja schon Bedenken – alle unbegründet! 😀 Wir waren in Grömitz im Zoo, wo Matthea im Streichelzoo die Ziegen gestreichelt hat (und ich hatte das Futter und wurde deshalb fast aufgefuttert *kicher* ), und Matthea bekam das Prädikat „Süß“ verliehen. Unser Strandkorb stand direkt vorne in der ersten Reihe, wir haben ein paar Sandspielzeuge für Matthea organisiert und eine Strandmuschel zum Schutz gegen die Sonne. Wir gehen viel Spazieren, spielen Minigolf (da klappt es sogar mit dem Kinderwagen), machen ein Fotoshooting von neu genähten Klamotten fürs Töchterlein. Auch essen gehen im Vier Linden hat gut funktioniert… naja zugegeben, der Ober musste sie mit Bierdeckeln bestechen. Auch Regentage wissen wir zu nutzen – Eutin, Malente (Immenhof! – leider wird dort noch gebaut), Lübeck (Ikea *lol* und Stoffladen), ein Dreirad über Ebay Kleinanzeigen abholen, die Grömitzer Welle (Wellenbad) besuchen, das Kloster in Cismar anschauen und auf dem dortigen Friedhof die Kindergräber suchen (ja, seid Matthis Tod gehe ich gern auf Friedhöfe, ich lasse immer einen stillen Gruß für die Sternenkinder dort). Aber natürlich – ganz viel Strand, im Sand spielen, die Sonne genießen, die Seele baumeln lassen und einfach nur die Zeit zu „dritt“ genießen. Kellenhusen ist für mich einfach ein „Seelenort“, fast wie Nach Hause kommen nur im Urlaub.

Die Rückfahrt war etwas anstrengend, wir haben aufgrund von Stau und zähflüssigem Verkehr fast 8 Stunden gebraucht für eine Strecke die ich auch schon locker in 4,5 Stunden geschafft habe. Dazu natürlich noch Pausen mit Matthea. In Göttingen z.B. gab es eine längere Essenspause und Matthea hatte auch keine Lust mehr auf Babyschale.

Nach 10 Tagen waren wir wieder in der Heimat, Katze Hopi erwartete uns schon und war zum Glück wieder ganz die Alte! Leider war die schöne Zeit sehr schnell vorbei, aber wir werden ja nächstes Jahr wieder fahren 😀 Und dann stapft mein kleines Mädchen schon durch den Sand – wie schnell doch die Zeit vergeht!

Zum Schluss noch Fotos:

 

 

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