555 Tage ohne Matthis

20161013_163527Heute muss ich noch mal einen gesonderten Matthis-Beitrag schreiben. 1 Jahr, 190 Tage. So lange fehlt er uns nun schon, unser kleiner Junge!

Immer wenn Matthea zur Zeit etwas neues lernt oder kann, was gefühlt jeden Tag der Fall ist, wird einem so richtig bewusst, was uns mit Matthis Tod genommen wurde. Was es genau bedeutet, das lang ersehnte Kind nicht aufwachsen zu sehen, kein Lachen, kein „mamamamam“, keine Freude über Drehen, das Schüttlen eines Spielzeugs, keine Taufe – all das werden wir bei unserem Sohn nie erleben dürfen!

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Countdown

13687003_1182534615129894_641688164_nKeine 50 Tage mehr, dann soll das Murmele schon ausziehen aus seinem gemütlichen Murmeltier-Bau. Gut, bis zum ET sind es noch etwa 60 Tage, aber das Mini soll ja früher rausgeschmissen werden.

Aktuell ist alles gut: bei 31+0 spuckte das Gerät ein Gewicht von 1995g und eine Größe von ca 41,8cm aus. Mini liegt immer noch in BEL, ich hoffe es sitzt die Sache nicht aus. Ansonsten ist ordentlich Bewegung im Bauch. Sogar auf dem ersten CTG, was bei der Dopplerkontrolle zusätzlich geschrieben wurde weil der Doc es etwas arg spät  fand das meine Gyn das erste (und vermutlich einzige) CTG erst bei 34+5 schreiben will (dann ist nämlich mein nächster Termin), stand „viele KBW“. Die Hebamme grinste die ganze Zeit und meinte „das ist aber ein schön aktives Kind“. Da hatte sie das CTG noch nicht mal angeschlossen =) Das  CTG war übrigens unaufällig, keine Wehe aber regelmäßige Herztöne. ❤

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Auf der Suche

Wie schön einfach war das in der Schwangerschaft mit Matthis. Wir haben kurz überlegt und uns dann ohne weiteres innerhalb von Sekunden auf das Geburtshaus (Storchennest) geeinigt. Danach war eigentlich nur noch wichtig, ob wir dafür (medizinisch) alle Voraussetzungen erfüllen, man will ja nicht aufgrund der rosaroten Brille eine Entscheidung fällen. Aber unser Engel hat uns die Entscheidung einfach gemacht: alle Vorbefunde waren perfekt, die Lage (SL) war prima, alles lief von allein. Die Geburt dann ja auch…

Natürlich war uns klar, dass die Folgeschwangerschaft nicht mehr ganz so einfach wird. Wir haben uns ja nun schon damit abgefunden das wir „anders“ und „unnormal“ sind, sei es bei Trauerarbeit oder Geburtsvorbereitung. Wir sind uns im klaren, dass die meisten, die uns kennen (lernen) mit etwas anderem rechnen, das wir „schwierig“ sind weil wir „anders“ sind und es für uns kein Lehrbuch gibt.

Jetzt ist es so, dass mein Mann und ich uns auch diesmal von vorne herein einig waren: Wenn nichts dagegen spricht – Geburtshaus.
Von Anfang an haben wir das auch so an alle Beteiligen weiter gegeben, es schien nie ein Problem zu geben. Bis auf einmal bei dem Termin, von dem ich berichtet habe. Plötzlich steht man da und weiß nicht was tun.

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75 Tage

Heute sind es tatsächlich schon 75 Tage ohne Matthis. IMG_20151111_184315Es wird nicht leichter…

Ich brauche eigentlich nicht erwähnen, dass wir immer noch täglich beim Grab vorbei schauen. Immerhin sieht es dort weihnachtlich aus. Matthis Garten ist der hellste Ort auf dem ganzen Friedhof, weil es so hübsch beleuchtet ist wenn es dunkel wird. Sein kleiner Weihnachtsbaum geht dann auch an. Natürlich brennen auch immer Kerzen.

Ich habe den Blogtitel jetzt übrigens geändert… denn nun ist ganz offiziell aus meinem Kinderwunsch-Blog auch ein Sternenkind-Blog geworden.

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Ich geh mit meiner Laterne…

Ich heiße Dich willkommen –20151029_181523
und gleichzeitig nehme ich in Trauer von Dir Abschied,
während ich Dich in meinen Armen halte.
Dich.
Du, der mir wohlbekannt war, in der Tiefe meines Herzens.
Du bist so wirklich für mich, für diese kurzen Momente
und doch für alle Ewigkeit.

5 Wochen ohne Matthis. Mittlerweile sind es schon 37 Tage, genauer gesagt 888 Stunden, die wir unseren kleinen Schatz so sehr vermissen! ❤ Und immer mehr und unendlich lieben!

Wie immer waren wir jeden Tag auf dem Friedhof bei Matthis. Meist treffen wir dort meine Eltern, oft auch unsere Nachbarin Frau A. die ja weiß das wir jeden Tag dort sind und bei ihrer täglichen Spazier-Runde dort vorbei schaut.
Sie ist übrigens, auch nach 5 Wochen, noch immer die einzige Nachbarin. Eine weitere kündigte zwar schon an sie wolle „diese Woche mal rüber kommen“, kam aber nicht. Alle anderen ignorieren oder meiden uns, biegen weiterhin im Laden in Regalgänge ein um uns aus dem Weg zu gehen oder wechseln schnell die Straßenseite um nicht mit uns sprechen zu müssen. Jeder, den wir zur Zeit treffen und seit Matthis Geburt noch nicht wieder gesehen haben, möchte sich am liebsten sofort in Luft auflösen wenn er uns sieht und leider sieht man das den Leuten auch direkt im Gesicht oder der Reaktion an.
Auch gestern im Garten… die einen Nachbarn sagen gar nichts, eine Nachbarin lies sich nach ewigem Zögern doch zu einem Plausch am Gartenzaun hinreißen, hat aber mit keinem Wort Matthis erwähnt, so als wüßte sie nichts… (bevor jemand meint: sie weiß es, die weiß alles!) 😦
Gestern war auch sehr schwer. Als wir auf dem Friedhof waren fand gerade der Laternenumzug im Ort statt. Ein langer Zug mit kleinen Kindern und Babies, eine Armee an Kinderwagen. Und nie nie nie werden wir mit Matthis die bekannten Laternenlieder von St. Martin singen, nie wird er mit einer selbstgebastelten Laterne aus dem Kindergarten kommen. Mir liefen die Tränen…

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35. SSW – Was macht man nicht alles mit… (öffentlich)

Gleich vorweg – der geschützte Beitrag ist etwas privates, von dem ich gerne bereit bin es zu teilen. Bei Interesse bitte nach dem Passwort fragen. Aber ich weiß das hin und wieder hier Personen reinschauen die das evtl. nicht lesen sollten, daher der PW-Schutz. Ich schreibe das PW gern in einen Kommentar und lösche ist sobald ihr „gefällt mir“ geklickt habt damit ich weiß das ihr es gelesen habt. 🙂

34+0, heute beginnt der Mutterschutz, der Sommer scheint zu enden. Und eigentlich ist alles gut. Eigentlich. Denn eigentlich geht es mir wirklich gut. Ja, der Bauch wächst und es ist tatsächlich nicht mehr zu übersehen das da ein Babybauch ist ❤ Ich bin ganz verliebt wenn es strampelt und dabei der ganze Bauch wackelt! Selbst der Papa kann das jetzt immer ganz deutlich sehen XD

Die größten Stress-Verursacher haben wir mittlerweile hinter uns gebracht (div. Arzttermine, Geburtstage, Besorgungen fürs Baby o.ä.), ein Ende der Hitzeperiode ist auch absehbar. Ich habe nach wie vor keine Beschwerden (zwischenzeitlich mal etwas Sodbrennen aber nichts von Bedeutung oder mal dicke Finger aber kaum Wassereinlagerung, immer noch unter 10kg Gewichtszunahme) und freue mich auf unser Schwangerschaftsshooting, was wohl Ende der Woche nun stattfinden wird. Wäre da nicht eine Sache die mich belastet (und genau das ist der geschützte Beitrag 😉 ).

Mittlerweile habe ich auch meine heißgeliebte Nähmaschine wieder rausgeholt und tatsächlich erste Dinge fürs Baby produziert, z.B. eine Babyhose. Streifenhose01Außerdem habe ich in einer Endlich Schwanger Gruppe bei FB mal wieder beim Wichteln mitgemacht. Bin gespannt ob das gefällt was ich ausgesucht habe und auch und vor allem was in meinem Paket drin ist das ich bekommen habe 😀

Die meisten Dinge, die ein Baby anfangs so braucht, haben wir nun auch schon (Windeln, Pflegeprodukte, Waschlappen und Co), mit Klamotten sind wir ja sowieso ausreichend versorgt (zumal sicher das ein oder andere noch kommen wird als Geschenk). Möbel sind alle da. Die fehlenden Unterlagen fürs Mutterschutzgeld gehen heute per Post raus. Eigentlich fehlt nur noch das Kleine ❤

Blöderweise musste mich letzte Woche ja noch eine Wespe in die Hand stechen – man! Da passt man so auf und dann, zack! Aber mittlerweile juckt es auch nicht mehr und dick geworden ist es auch nicht. Die Zwiebel die immer empfohlen wird hat bei mir allerdings nicht geholfen, nur der Kühlakku 🙂

33. SSW – Im Land der Formulare

Deutschland, Land der Formulare! Das gilt leider auch für die Zeit der Schwangerschaft und Geburt. Fürs Muckelchen gibts also zahlreiche Anträge die gestellt und Formulare die ausgefüllt werden müssen. Vieles kann man erst nach der Entbindung einreichen, aber vorher schon ausfüllen (weil man im Zweifel danach keinen Kopf mehr dafür hat). Es ist ja schon eine Herausforderung zu wissen was man beantragen kann, bei speziellen Konstellationen wirds nochmal eine Ecke kniffliger. Bei neuen Bestimmungen wie z.B. beim neuen Elterngeld seit 1.7. erhöht sich nochmals das Problemlevel.

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