37. SSW – Willkommen 10. Monat!

Hoppla! Jetzt rennt die Zeit aber O_o So schnell geht es und schon ist frau im 10. Monat angekommen. Ich erwarte die ersten „hä – 10. Monat? Frauen sind doch nur 9 Monate schwanger?!“

Kommentare von Außenstehenden. 😐 Denn seit Eisprung, Befruchtung und Einnistung sind nun volle 9 Monate vergangen und ich befinde mich danach also im 10. Monat (so wie ich einen Tag nach meinem 30. Geburtstag im 31. Lebensjahr bin). Am Ende dieses Monats liegt – nach den 40 Kalenderwochen einer Schwangerschaft berechnet – der voraussichtliche Geburtstermin, auch wenn sich da ja nur ganz wenige (5%) Kinder dran halten.

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Erster Termin bei der Hebamme

Ein weiteres Thema was mich sehr beschäftigt hat: Finde eine Hebamme!

Neben der Warterei auf den nächsten VU-Termin beim Frauenarzt macht man sich ja so seine Gedanken. Und überall machen plötzlich alle Panik das man keine gute Hebamme mehr findet je länger man wartet. Langsam wurde ich auch unsicher, obwohl ich ja die 12-Wochen-Grenze noch nicht überschritten hatten. Viele meinten man solle sofort mit einem positiven Test anrufen aber das kam mir einfach total früh vor. Von allein wäre ich auch gar nicht auf die Idee gekommen mir da schon Gedanken zu machen. Aber es ist ja wie überall, wenn jemand gut ist und viele Dinge anbietet dann sind die Plätze schnell vergeben und erschwerend kommt hinzu das im Oktober auch noch Herbstferien sind wo einige Hebammen unter Umständen Urlaub haben. Natürlich muss man auch überlegen was man möchte: Beleghebamme ja oder nein? Welche Leistungen möchte man? – Ganzheitliche Betreuung, Vorbereitungskurse (z.B. neben Schwangerenkurse auch anderes wie Yoga) Akupunktur, Homöopathie, Wochenbettbetreuung, Stillberatung, später Baby-Kurse…??
Die Fragen waren schnell geklärt: So viel wie möglich! Ich bin ja zu 100% unerfahren, meine Mutter kann mit Schwangerschaftsweisheiten auch nicht dienen (ich bin ja adoptiert), in meiner Familie sind die Kinder schon über 10 und generell ist momentan niemand den ich kenne auch schwanger (meines Wissens 😉 ). Also ist quasi niemand da, der mir unter die Arme greifen kann und mich auch mal runter holt wenn ich mich mal wieder völlig umsonst verrückt mache.

Ich hab dann mal im Netz gestöbert und bin u.a. auf eine total sympathische Seite vom „Storchennest“ gestoßen. Anrufen konnte ich wegen meiner Hör-Probleme (Mittelohrentzündung ._.) noch nicht und immer mehr Mit-Schwangere jammerten das ihre Wunsch-Hebamme schon vergeben sei. Wir leben eher ländlich und die Auswahl an Hebammen ist zwar denke ich ausreichend aber nicht riesig, je nachdem was man möchte.
Irgendwann hab ich mich dann getraut und angerufen. Kein AB.. man hörte zwar die Leitung schaltet auf Handy aber dann kam immer nur besetzt. Menno! Ich wollte die doch unbedingt, vor allem weil das Storchennest auch ein Geburtshaus ist und die Hebamme dort wirklich ganzheitlich betreut. 😦 Ich hab dann noch mehrfach probiert und immer das gleiche Spiel. Irgendwann dachte ich das es vielleicht an der Technik liegt und hab ihr fix eine Email geschrieben – keine Stunde später ruft sie zurück! Und die Woche darauf bekam ich tatsächlich Kennenlerntermin im Storchennest! *_*

Da ich bei meiner Ärztin nicht das Gefühl habe das dort Zeit für Sorgen und Ängste ist (welche vorhanden sind, zur Genüge) wenn ich zum Termin dort bin, die machen das dort ganz nach Schema, Urin abgeben, bißchen Blutabgeben, kurz abtasten, US, danke – neuer Termin, fertig. Das „Kann ich sonst noch etwas für sie tun?“ im US-Raum ist da eher so halbherzig gemeint 😦 Ich wünsche mir halt eine Ansprechperson, die ich „unwichtigen Kleinkram“ fragen kann, ohne das Gefühl zu haben lästig zu sein. Deswegen bin ich da wirklich wirklich froh das die Hebamme am Telefon schon SO nett war, ich war ganz hin und weg und nach dem Ende des Gesprächs schon fast am Heulen vor Erleichterung. Wah!

Vor dem ersten Termin war ich dann plötzlich etwas unsicher. Was fragt man denn da? Auf jeden Fall war ich sehr gespannt auf das Geburtshaus. Zwar schwärmen alle vom Haustermin, wenn die Hebamme auf einen Kaffee zu einem kommt, aber ich war jetzt schon auch neugierig auf die Praxis, zumal man dort ja auch entbinden kann. MuPa und Krankenkassenkarte einpacken und dann starteten wir direkt durch als Männe von der Arbeit kam 🙂 Zum Glück ist es nicht weit, die Praxis liegt im Nachbarort und man fährt quasi 5 min (noch ein Vorteil, wenns in die heiße Phase geht oder wenn man zu den Kursen möchte).

Dann war es soweit. Aus den 5min Fahrt wurden 2min, irgendwie noch näher als gedacht. Wir wurde auch gleich hinein gebeten ins Storchennest 😀 Die Hebamme machte quasi direkt in der ersten Sekunde einen super Eindruck auf mich. Sie hat uns dann das Geburtshaus gezeigt (gemütlich, heimelig, angenehm, schöne Atmosphäre) und dann haben wir uns zum Gespräch gemütlich ins „Büro“ gesetzt. Sie hat uns erst mal ein bißchen was zu sich erzählt und wollte dann auch ein paar Dinge über uns wissen. So haben wir über eine Stunde gequatscht mit Kaffee (für Männe) und Wasser (für mich) und Keksen und viel Infos. Sie hat sich auch meine Sorgen und Nöte angehört, mir in gewissen Dingen Ratschläge gegeben und ich fühlte mich das erste Mal richtig ernst genommen.

Jetzt werde ich die nächste Vorsorgeuntersuchung Ende April bei einer der Hebammen machen (es sind insgesamt 4) und erst in 8 Wochen wieder zum Frauenarzt. Wobei ich momentan nahe dran bin mir einen neuen FA zu suchen weil ich meine Ärztin zwar sympathisch finde aber irgendwie… naja so unzufrieden bin. Dazu vielleicht später mehr… je nachdem wozu ich mich durchringe 🙂
Auf jeden Fall habe ich ein supertolles Hebammenteam an meiner Seite und muss mich jetzt nur noch entscheiden wo ich meinen Muckel bekommen möchte – Geburtshaus oder Krankenhaus. Das entscheide ich aber später. Geburtsvorbereitungskurs läuft ebenfalls übers Storchennest, sie teilt mich auf jeden Fall in der Gruppe mit den Oktober/November-Mamis ein. Evtl. kommt auch das SS-Yoga für mich in Frage. 🙂 Wenn was ist kann ich jederzeit anrufen. Bin begeistert!