Sternenkind Matthis – unsere Geschichte

Hervorgehoben

Ich weiß gar nicht ob ich es hier schon mit euch geteilt habe. Im Blog von Milfcafe gibt es regelmäßig Gastbeiträge zum Thema Sternenkinder. Ich finde das sehr schön, denn das Thema stille Geburt und Sternenkinder wird in so vielen Fällen eben immer noch im IMG-20151217-WA0006wahrsten Sinne des Wortes totgeschwiegen. Der Tod ist ein Teil unseres Lebens. Man sollte nicht die Augen verschliessen, sondern sich damit auseinandersetzen. Aber wem sage ich das…

Anlässlich dieser Sternenkinderreihe habe auch ich Matthis Geschichte noch einmal aufgeschrieben, mit dem Abstand von über einem Jahr. Und da ich auf Facebook immer mal wieder gefragt wurde habe ich den Text auch dort veröffentlicht. Viele Fremde haben mittlerweile dort einen Blick drauf geworfen, fast 100 Likes hat der Beitrag. Nun möchte ich diesen Text auch hier teilen, obwohl die meisten Leser die Geschichte natürlich schon kennen.

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Happy Birthday to me

Ich hab die Schnauze voll. Von Geburtstagen, von Ereignissen und Feiertagen. Ich hab die Schnauze voll.. immer diese Hoffnung, dass es doch mal einen Geburtstag geben wird wo ich es bin, die gefeiert wird. Blumen auf dem Tisch, ein Kuchen mit Kerze. Ich komme heute morgen in eine Wohnung, die chaotisch ist wie immer. Gefrühstückt hab ich nicht wirklich, irgendwie hatte ich die Hoffnung mir würde heute mal jemand mein Müsli machen.. Aus „Aufstehen, Frühstück, Stillen und dann los zum Ausflug“ wurde „Aufstehen, rumsitzen, aus Verzweiflung nähen, warten, Stillen, noch mehr warten..“.. statt um 11 waren wir dann um 1 am See. Immerhin. Eine Runde um den See, Picknick. Schön, aber naja.. meine wiederholte Frage nach meinem Kuchen wurde ignoriert oder abgenickt… so ein Geburtstag kommt ja völlig überraschend. Woher man wissen soll, dass die Frau nen Kuchen möchte, wenn sie es „nur“ 10x sagt zwischen Frühstück und Picknick? Keine Ahnung… Wir haben ja auch „nur“ 4 Bäcker im Ort…

Tja… irgendwann war dann auch mal dem Mann klar, dass ich nun langsam echt sauer bin. Hab tapfer durchgehalten aber um halb 6… nicht mal ein Kuchen, keinen Blumen, nicht mal ne Karte oder dem Kind geholfen der Mama was zu malen. Ja, ich gebs zu, ich bin enttäuscht. Ich werde fucking 40 Jahre, ja sogar ein runder Geburtstag. Ich wollte niemanden einladen, nen schönen Tag mit der Familie… aber es ist nach 19 Uhr und bisher war es nur dann ein schöner Tag wenn ich mich deutlich und unfreundlich bemerkbar machen konnte.. mir ist zum Heulen. Ich brauche keine teuren Geschenke oder eine Party mit 20 Leuten (ich glaube so viele Freunde hab ich nicht mal), aber naja.. das Kind in mir wünscht sich einmal im Jahr die Person zu sein, die im Mittelpunkt steht. Nur einmal, MEIN Tag.. ich! Und nachdem es nach der Geburt von Milian kurzfristig eskaliert war… man kann mir nämlich nicht vorwerfen, ich würde nicht äußern was ich mir so vorstelle… und ich sogar kurz davor war einfach meine Sachen zu packen… naja ich gebe zu ich hatte Hoffnung, dass es irgendwann im Hirn meines Mannes ankommt, dass ich auch ein Mensch mit Gefühlen bin und das man seiner Frau zumindest IRGENDWIE mal zeigt, dass sie was wert ist. Mit einem verdammten Geburtstagskuchen oder nem Blumenstrauß… IRGENDWAS!

Und nein, „ich bin halt so“ und „mir bedeutet das nix“ ist für mich keine Entschuldigung mehr. Weil MIR bedeutet es was… ich hab keinen Bock zum 50sten wieder heulend vorm PC zu hocken und trotz strahlend blauem Himmel das Gefühl zu haben im Regen zu stehen… und dann fragen die anderen „na hat dein Mann dich denn mal verwöhnt?“ und zack… verbale Ohrfeige noch gratis dazu. Guck nur was du da für ein ARSCHLOCH geheiratet hast! …

Jetzt stopfe ich die billigen Mini Schokokuchen in mich rein, die ICH MIR SELBST geschenkt habe… morgen heule ich dann über die Kilos und dann bin ich auch noch selber Schuld… =/

Hurra ich bin da!

Ich darf vermelden: am 28.1.2021 kam unser Sohn Milian bei 40+2 zur Welt – leider per Re Sectio. Und ich bin natürlich noch den Geburtsbericht schuldig.. 🙂

Bereits im Vorfeld war meine Situation ja schwierig. Ich war 10 Tage nach dem Geburtsplanungsgespräch noch einmal in der Klinik, dann immer im 2-Tage-Rythmus zur Kontrolle – einmal noch Frauenarzt, dann jeweils in der Klinik. Oft bin ich sogar mit dem Zug gefahren und außerdem war es möglich M-chen währenddessen in der KiTa unterzubringen, so dass ich sie sicher betreut wusste. Zwar waren in Hessen die KiTas ja „normal offen“ trotz Lockdown, aber ich finde es trotzdem nicht selbstverständlich und war echt dankbar und erleichert. Urlaub war nämlich bei Männe schwierig, weil er ja Richtung Geburt 2 Wochen eingereicht hatte.



Zwei Tage setzten am Bahnhof kurz nach Verlassen der Klinik auf dem Rückweg nach Hause Wehen ein. Ordentlich Wehen alle 5min, die selbst beim Baden (mit Matthea) nicht weniger wurden, das machte mir Hoffnung. Gegen Abend war dann aber alles weg.
Ich checkte also am errechneten Termin morgens gegen 10 Uhr im St. Josefs in Gießen ein, mit deutlich schlechter Stimmung meinerseits. Erstmal Corona Test (Rachen und Nase), dann Zimmer beziehen. Und warten. Es war offenbar so viel los im Kreißsaal, dass man mich im Zimmer glatt vergessen hat, obwohl ich ja extra früh kommen sollte, damit man noch 2x Gel legen könne. Die Dame im Zimmer war aber ganz nett. Die Aussicht mit Wehen und einer frischgebackenen Mami die Nacht im Zimmer zu verbringen erfreute mich allerdings auch nicht sonderlich. Am Nachmittag begann dann aber doch die Geburtseinleitung mit 1mg Gel. Alle 2 Stunden CTG, gegen Abend dann etwas Wehen nach ein paar Stunden, die morgens wieder weg waren. Gut geschlafen hatte ich natürlich nicht, eher geruht.

An Tag 2 gab es dann die nächste Dosis Gel morgens und mittags incl. mehreren CTGs. Meine Zimmergenossin wurde entlassen und ich hatte das Zimmer vorerst für mich. Am späten Nachmittag dann endlich wieder Wehen, die über Nacht dann gut regelmäßig waren (alle 2-6min). Nachts um 1 dann der Blasensprung 🎉 – allerdings war das Fruchtwasser grün, was mir Sorgen machte. CTG nachts war aber in Ordnung und am nächsten Morgen Ctg – Wehen weg.
Also Tag 3 und nochmal Gel 2x und nach 12h Antibiotika mittags. Keine Wehen, Befund unverändert bei Muttermund 2cm wie abends beim Blasensprung. Beim nächsten Ctg am Abend ohne Wehen und hohen Herztönen beim Kind fing ich an mir noch mehr Sorgen zu machen. Ich hatte auch das Gefühl, dass es gar nicht Richtung Becken ging sondern eher unter den Rippen lag. Krisensitzung mit Hebamme und Oberärztin. Zwischendurch verzweifelte Telefonate mit meinem Mann, viele Tränen. Ich wollte doch durchhalten und unbedingt natürlich entbinden. Der Kaiserschnitt stand nun aber im Raum. Das Team versicherte mir, dass sie meine Entscheidung mit tragen egal wie sie ausfällt. Nebenan lief eine Geburt in den Endzügen und ich hatte ein schlechtes Gewissen mit meinen „Problemen“ dann quasi zusätzlich Arbeit zu machen, wurde aber sehr liebevoll begleitet. Wir sprachen über Pros und Contras, mögliche Optionen wie sofort oder doch über Nacht warten, man bot mir trotz Corona Regeln sogar an meinen Mann kommen zu lassen zu emotionalen Unterstützung beim Entscheiden. 👍 Generell empfand ich es in der Situation als zusätzliche Belastung, da „allein“ durch zu müssen, während Mann und Kind daheim waren 😦

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Endspurt

Da starten wir nun in ein neues Jahr, dass so viel besser werden soll als das vorherige. Große Hoffnungen auf 2021, überall! Meinen Leser*innen also ein gutes Jahr!

Unser Start 2021 war.. anders. Seit 2015 gehen oder fahren wir jedes Jahr zu Matthis, haben Wunderkerzen angezündet und sind bei ihm ins neue Jahr gestartet. Dieses Jahr haben wir uns dagegen entschieden. Man sollte ja daheim bleiben usw. Seltsames Silvester. Kind vor Mitternacht im Bett, dann haben wir glaube ich sogar den Zeitpunkt verpasst, da ich mich mit Powernähen abgelenkt habe und vor Mitternacht noch Fotos hochladen wollte.. ich hätte auch einfach mit dem Kind pennen gehen können.. einfach weil es vom Gefühl her „völlig umsonst“ war.. das war ein Tag wie jeder andere, völlig unbesonders, nur nachts kurz lautes Geknalle. So hatte ich lange das Gefühl im neuen Jahr noch gar nicht angekommen zu sein..

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Ein Auf und Ab

Ja, ich denke das beschreibt dieses Jahr für sehr viele Menschen echt gut, oder? In der Schwangerschaft fährt man ja gefühlsmäßig eh Achterbahn, aber zusätzlich war auch echt sehr viel los in den letzten Wochen und Monaten.

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Es liegt was in der Luft…

und heute hats die Große auch in der KiTa ausgeplaudert. Die Leitung kam ganz aufgeregt zu mir M-chen hätte da was erzählt, was denn da dran wäre..

Unser Glückskäfer ist auf dem Weg!!
Ich durfte tatsächlich im Mai einen weiteren positiven Test in der Hand halten!

Ja – es ist was dran, was sie da so erzählt =) Und wer hin und wieder mal hier gelinst hat und aufmerksam war, hat oben im Menü evtl. den neuen Link entdeckt, der das Geheimnis schon seit einer Weile verrät..

Ja, es kam unerwartet.
Nein, es war nicht ungeplant.
Ja, wir freuen uns sehr!
Nein, wir waren nicht in der Kinderwunschpraxis…

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Was für ein verrücktes Jahr!

Anders kann mans einfach nicht sagen!

Wir haben ja nicht mehr dran geglaubt, aber Ende Mai durften wir tatsächlich an unseren bereits Mitte 2019 gebuchten Sommerurlaub an die Ostsee starten. Kurz vor Anreise hat Schleswig Holstein seine Grenzen wieder für Touristen geöffnet.

Auch wenn Pfingsten echt erstmal wegen der Tagestouristen ziemlich voll war konnten wir unseren Urlaub sehr genießen und Abstand war auch kein Problem 🙂 Sogar das Wetter hat mitgespielt!

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Corona-Alltag

Heute sagt die Überschrift wohl schon alles, oder? Ich denke den meisten geht es ähnlich. Wir haben seit März einen völlig neuen Alltag und unser Leben hat sich vermutlich etwas verändert. photo_2020-04-30_21-23-44

Matthis hat trotz dem ungewohnten Alltag übrigens sein Grab frisch gemacht bekommen. Ich war Gründonnerstag da und jetzt Anfang Mai sieht es aus als wäre ich im Herbst das letzte Mal dort gewesen… da war ich doch ein bißchen schockiert.. dieses Jahr habe ich mich fürs Thema Eisenbahn entschieden und er hat seine eigene Holzeisenbahn bekommen 😀 Dazu ein paar bemalte Steine und neue Blümchen. Hoffentlich sieht das jetzt ein bißchen länger frisch aus!

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Die Zeit vergeht. Nur eins ist blöd, dass mit der Zeit die Zeit vergeht.

Na wer kennts? 😉 Mal abgesehn vom Ursprung des Zitats… sind das leider sehr wahre Worte. Und irgendwie komme ich auch nicht so recht zum Schreiben.. es ist aber auch ständig was anderes. So hat man zwar eigentlich immer irgendwas zu erzählen, aber keine Zeit es zu tun.. 20190828_173226
Heute zum Beispiel hat Matthea zum ersten Mal beim großen Kinderturnen geschnuppert, natürlich zusammen mit ihren besten Freunden B. und F. Aber mal wieder der Reihe nach..

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Sommer, Sonne, Urlaubszeit..

Erst ewig nix, dann zwei Beiträge hintereinander. Manchmal lässt sich das Leben genauso wenig planen wie Beiträge. Allerdings habe ich gerade etwas Luft und bevor es jetzt bis Weihnachten keinen Beitrag gibt nutze ich das mal aus 😉

Und seit Anfang April ist auch wieder einiges passiert. Mattheas Sprachentwicklung war ja seit KiTa Eintritt quasi nicht vorhanden und so sahen wir gespannt dem HNO Termin entgegen. Tatsächlich wurde ein Paukenerguss hinter dem Trommelfell festgestellt und auch die Polypen waren vergrößert. Der Doc stimmte zu, dass es zwar recht früh war aber definitiv richtig. Denn je länger man abwartet, desto mehr muss das Kind hinterher aufholen.

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Kinderwunsch 3.0

Ja, er ist da. Er war nie weg, aber seit ich tatsächlich nach genau 920 Tagen meine erste Periode nach Geburt bekommen habe keimte da wieder dieses zarte Pflänzchen Hoffnung heran. Hoffnung, die mir die Kraft gab Dinge ins Rollen zu bringen. Seither übe ich mich in Geduld, denn Arzttermine sind nicht einfach mal so vereinbart, schon gar nicht wenn man nicht jeden Tag rund um die Uhr verfügbar ist.

Ich hab also erstmal geschaut, ob nach dem Umzug eine neue Frauenärztin in der Nähe zu finden ist. Eigentlich war ich mit meiner bis dato Gyn ja schon zufrieden, und ob ich wirklich wechlse steht auch noch nicht fest. Lediglich die 50km bis MR gondeln… man überlegt halt. Zumal das Fachwissen zu meiner Hormonerkrankung hier eher rudimentär vorhanden ist.
Anfang des Jahres dann ein Gyn-Termin bei einer Praxis, die auch als Spezialgebiet Kinderwunschbehandlung anbietet. Die Ärztin war auch sehr nett, aber eben auch hochschwanger. Sie erzählte mir etwas von Pille als Mittel der Wahl, GVnP mit Puregon uvm. PCOS war ihr bekannt, aber mehr als Basiswissen und Standards war das nicht. Na, da könnte ich ja auch gleich bei meiner Gyn bleiben. Ich lies mir für den Hormonstatus Blut abnehmen, der trotz einigem Hin und Her dann doch gemacht werden konnte – Stillen hin oder her. Das Ergebnis kam ein paar Tage später, alles im Normbereich.. außer die pcos-typischen Werte, die wieder aus der Reihe tanzen. 😦
Parallel dazu nahm ich dann im April einen Termin bei meiner Gyn wahr, die mir im Herbst bereits mitgeteilt hatte, dass wir dann ja mal einen Hormonstatus machen müssten. Neben normaler Vorsorge, die – wie ich ihr mitteilte – eigentlich gar nicht nötig war, wurde aber nix gemacht und „kommen sie in einem Jahr wieder“ war nicht so richtig zufriedenstellend.
Ich vereinbarte daraufhin nach etwas Recherche einen Termin bei einer Frauenärztin mit dem Fachgebiet Endokrinologie. Wer sich das Fachgebiet der Hormone auf die Fahnen schreibt, sollte ja auch mit Hormonstörungen gut vertraut sein.

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